3 Mythen über Veganismus und Sport

3 Mythen über Veganismus und Sport

Veganismus & Sport

Veganismus ist schon lange kein unbekannter Begriff mehr, denn die Zahl der sich rein pflanzlich ernährenden Personen steigt stetig an. Dennoch kursieren nach wie vor zahlreiche Gerüchte und Mythen rund um den Verzicht auf tierische Produkte, vor allem wenn es um die Verbindung einer auf Pflanzen basierenden Ernährung mit Sport und Muskelaufbau geht.
Im folgenden Artikel klären wir drei dieser Mythen auf um etwas Licht ins Dunkle zu bringen.

1. Nur durch Fleisch erhalte ich ausreichend Proteine für den Muskelaufbau

Eine der am meist verbreiteten Sorgen von Sportler/-innen ist die ausreichende Proteinaufnahme, welches bekanntlich für den Muskelaufbau benötigt wird. Personen, die Fleisch essen, nehmen meist Geflügel (Huhn, Pute) zu sich um den jeweiligen Tagesbedarf an Protein zu erreichen. Personen, die sich rein pflanzlich ernähren, müssen auf diese Produkte natürlich verzichten. Was viele aber nicht wissen, ist dass es eine Vielzahl an pflanzlichen Alternativen gibt, die hochwertiges Protein enthalten und gleichzeitig frei von jeglichen Antibiotika und ähnlichen Zusätzen sind, welche sich oft in Fleisch finden.
Das hört sich doch eigentlich ganz gut oder? Was sind nun aber diese Alternativen?
Diese Auflistung umfasst fünf fleischlose Proteinquellen mit den entsprechenden Eiweißangaben pro 100g:

Quinoa 12,0 g
Hafer 11,9 g
Tsampa / Gerste 10,3 g
Schwarze Bohnen 8,0 g
Kirchererbsen 7,3 g

All diese Lebensmittel lassen sich einfach zubereiten und unterstützen mit hochwertigem Eiweiß den Muskelaufbau. Darüber hinaus gibt es mittlerweile auch zahlreiche Unternehmen, die pflanzliche Protein-Pulver (mit und ohne Soja) anbieten.
Besonders eingehen möchten wir aber noch auf das Tsampa. Die tibetische geröstete Gerste wird seit über 1.000 Jahren in Tibet als eines der Hauptnahrungsmittel verwendet, da es neben einem relativen hohen Eiweißgehalt auch energiefördernd wirkt. Mehr zu den Eigenschaften von TSAMPA erfährst du in unseren FAQs. Kommen wir nun zu Mythos Nummer Zwei:

2. Die Protein-Aufnahme ist wichtiger für sportliche Leistungen als eine ausgewogene Ernährung

Nicht ganz, der Academy of Nutrition and Dietetics (A.N.D.) zu Folge ist eine ausgewogene Ernährung für jede/-n Sportler/-in das A und O. Die A.N.D beschreibt die ideale Ernährung wie folgt:
Täglich sollte man dem Bedarf entsprechend viele komplexe Kohlenhydrate, eine moderate Menge an ungesättigten Fettsäuren, sowie qualitative Proteine zu sich nehmen.
Wir sehen also, dass Protein zwar wichtig für sportliche Leistungen ist, jedoch nur einen von drei Bausteinen darstellt. Das heißt, wer sich sportlich betätigen möchte, sollte auf eine wohlproportioniere Ernährung achten. Dies schafft man sowohl durch den Konsum von tierischen Produkten als auch durch den Verzicht desselbigen.
Zahlreiche Studien der A.N.D haben gezeigt, dass eine vollwertige, pflanzenbasierte Ernährung das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes senkt, da diese weniger Fette und Cholesterin enthält. Darüber hinaus kommt es bei der Zufuhr von tierischen Lebensmitteln des Öfteren, aufgrund der enthaltenen Aminosäuren, zu einem unausgeglichenen pH-Wert, welcher durch ein Entleeren des Kalziumspeichers reguliert werden muss, was wiederrum schlecht für die Knochenstruktur ist.
Kurz gesagt, durch eine auf Pflanzen basierende Nahrungszufuhr lebt man gesünder und hat somit einen fitteren Körper. Und auch wenn es noch keine Studien gibt, die feststellen, dass vegan zu sein Vorteile für die sportliche Leistungsfähigkeit bringt, so fehlen bislang auch Fälle die diesbezüglich einen Nachteil gezeigt haben.
Wichtig ist, wer Sport betreibt, sollte gut auf seinen Körper Acht geben und sich gesund und ausgewogen ernähren, ob dies mit oder ohne tierische Lebensmittel geschieht, ist diesbezüglich belanglos. Man kann jedoch sagen, dass die Gesamtgesundheit durch eine auf Pflanzen basierende Ernährung gesteigert wird.

3. Veganer erhalten nicht genügend Energie durch ihre Ernährung

Der dritte und letzte Mythos wirft die Frage auf, ob Veganer genügend Energie durch ihre Ernährung erhalten. Dieses Gerücht wird alleine durch zahlreiche Statements von sich ausschließlich pflanzlich ernährenden Hochleistungssportlern wie den Williams-Schwestern (Tennis) oder David Carter, der nur einer von vielen veganen NFL Football-Spielern ist, widerlegt. Man habe sich nie zuvor so fit und vital gefühlt, ist eine häufige Aussage von vielen Veganern.
Das leuchtet auch ein, nehmen Personen, die auf tierische Produkte verzichten, doch Großteils hochwertige, unverarbeitete Stoffe zu sich, die frei von Konservierungsstoffen und ähnlichen Chemikalien sind. Darüber hinaus unterstützen Nährstoffe wie beispielsweise die tibetische Gerste durch Beta-Glucane den Verdauungsprozess und erhöhen mithilfe von Vitamin B die Energiezufuhr.
Tatsächlich lässt sich der Bedarf an Kohlenhydraten mit einer auf Pflanzen basierten Lebensweise einfach decken. Zum Beispiel durch den Konsum von Vollkorn-Getreide, Obst, diverses Gemüse und Brot. Allgemein lässt sich hierbei sagen, dass die pflanzliche Ernährung ballaststoffhaltiger als eine omnivore Ernährung ist.
Das Resultat ist eine gesteigerte Vitalität und ein gesünderer Lebensstil.

Abschließend lässt sich sagen, dass Veganismus und Sport sich keines Falls ausschließen, sich sogar sehr gut ergänzen. Natürlich bedeutet der Verzicht auf tierische Produkte eine Umstellung, ist aber auf lange Frist gesehen, den Aufwand mit Sicherheit wert.

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